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Aktuelle Strompreisentwicklung in Deutschland

Strompreis 2026

Viele Haushalte verfolgen die Entwicklung der Strompreise mit großer Spannung. Das ist auch kein Wunder – schließlich gab es in den letzten Jahren hier viel Bewegung. Das Vergleichsportal Check24 beispielsweise hat im Vergleich zum Vorjahr ermittelt, dass gegenüber einem Durchschnittspreis von 41 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) im Jahr 2024 der Preis im August bei durchschnittlich 26,94 ct/kWh lag. Bezogen auf die letzten zwei Jahre wurde damit sogar ein Rückgang von rund 45 % ermittelt! Ein Stromvergleich lohnt sich also umso mehr, je länger der Wechsel aktuell her ist.

Damit haben sich die Preise nach dem Anstieg der Krise im Jahr 2022 deutlich entspannt – auch wenn sie immer noch um etwa ein Viertel höher liegen als davor. Auch wenn die Gründe für diese Entwicklung vielschichtig sind und zahlreiche Faktoren die Preisbildung beeinflussen, lassen sich einige wesentliche Hauptfaktoren ausmachen.

Ursachen für die Entspannung

  • Schwache Konjunktur: Durch die wirtschaftliche Lage ist die Nachfrage nach Strom, Öl und Gas in den letzten Jahren deutlich gesunken – und das hat Auswirkungen auf den Preis. Auch saisonale Entwicklungen wie das Ende der Heizsaison spielen hierbei eine nicht zu unterschätzende Rolle.
  • Sinkende Netzentgelte: Auch regional gibt es beim Strompreis Unterschiede. So entlasten besonders im Norden und Osten Deutschlands die gesunkenen Netzentgelte (also die Gebühren für die Strom-Infrastruktur) die Verbraucher zusätzlich.
  • Abschaffung der EEG-Umlage: Seit dem 1. Juli 2022 ist dieser Preisblock abgeschafft und spart den Haushalten dadurch dauerhaft 3,723 ct/kWh netto an Stromkosten. Laut Verivox entsteht einem durchschnittlichen Haushalt dadurch eine Ersparnis von etwa 130 € jährlich.

Trotz dieser Gründe und Entwicklungen haben viele Menschen das Gefühl, dass der Strompreis immer noch „zu teuer“ ist, also deutlich niedriger liegen müsste. Das liegt daran, dass es neben diesen „lockernden“ Faktoren auch sogenannte Preistreiber gibt, die dafür sorgen, dass der Strompreis weiterhin relativ hoch bleibt.

Preistreiber für den Strom

  • Weiterhin hohe Netzentgelte: Auch wenn die bereits genannten regionalen Unterschiede einen niedrigeren Strompreis begünstigen können, bleibt die Belastung insgesamt gesehen weiterhin auf einem relativ hohen Niveau. Aktuell machen diese Gebühren ungefähr ein Drittel des Gesamtpreises aus.
  • CO₂‑Preis: Mit aktuell 55 € pro Tonne wirkt sich dieser Faktor indirekt auch auf den Strompreis aus.

Die Rolle der Gaskraftwerke beim Strompreis

Eine weitere Entwicklung sorgt aktuell ebenfalls für Schlagzeilen – obwohl sie auf den ersten Blick mit dem Strompreis nicht viel zu tun hat. Die Rede ist hier vom Bau neuer Gaskraftwerke, oder besser: von einer neuen Umlage für den Ausbau und die Modernisierung von Gaskraftwerken, die aktuell von der Bundesregierung geplant wird. Der Ausbau ist nötig, da erneuerbare Energien nicht gleichmäßig Strom produzieren. Besonders in den Wintermonaten entsteht durch die sogenannte „Dunkelflaute“ ein Defizit, welches von anderen Kraftwerken aufgefangen werden müsse.

Dabei wird jedoch auch Kritik laut: Die Kosten für die Umlage sollen an die Verbraucher abgewälzt werden, während die Gewinne bei den Betreibern verbleiben. Experten gehen hierbei von Mehrkosten in Höhe von etwa 35 Euro im Jahr für einen durchschnittlichen Haushalt aus.

Hinzu kommt, dass auch die versprochene Senkung der Stromsteuer bisher nur für Unternehmen umgesetzt wurde – Verbraucher gehen bisher leer aus. Inwieweit es hier künftig zu Anpassungen kommt, die Verbraucher entlasten, bleibt offen.

Fazit und Ausblick

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Entwicklung des Strompreises vielschichtig ist. Zwar sind die Strompreise in der jüngeren Vergangenheit stark gesunken – sie bleiben aber trotzdem im historischen Vergleich relativ hoch. Von gesunkenen Netzentgelten profitieren Verbraucher vor allem in stark ausgebauten Regionen. Politische Maßnahmen wie der CO₂‑Preis und weitere Umlagen sind weiterhin Kostentreiber. Insbesondere die geplante Gasspeicher-Umlage ist umstritten – aber wahrscheinlich nötig, wenn wir auch weiterhin Wert auf eine konstante Stromversorgung legen.

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