Um die Einspeisung von deutschem Ökostrom besser regulieren zu können, hat der tschechische Übertragungsnetzbetreiber CEPS zwei riesige Transformatoren an der Deutsch-Tschechischen Grenze in Betrieb genommen. Zunehmend hohe Exportmengen von deutschem Strom haben in der Vergangenheit immer wieder zur Überlastung der tschechischen Netze geführt.

Diese sogenannten Phasenschiebertransformatoren, von denen bis Mitte des Jahres noch zwei weitere folgen sollen, tragen zur sicheren Funktion der Übertragungsnetze in Tschechien bei, sagte CEPS-Chef Jan Kalina. Auf Seiten Deutschlands kümmert sich übrigens der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz um die Regulierung der Einspeisemengen. Solch eine Sperranlage arbeitet vereinfacht ausgedrückt wie ein Ventil. Die Stromzuflussmengen aus deutschen Windkraft- und Solaranlagen können so genauestens reguliert werden. 50Hertz plant noch in diesem Jahr mit ebenfalls zwei Phasenschiebern im Umspannwerk im sächsischen Röhrsdorf.

Warum sind diese Vorkehrungen nun notwendig? Ursache für die zurückliegenden Probleme des sicheren Stromnetzbetriebes in Tschechien sind die teils hohen Einspeisemengen von Ökostrom aus Deutschland. Durch die Überproduktion an norddeutschem Windstrom und Strom aus Solaranlagen dränge zu viel Strom in die Nachbarstaaten. Der Ökostrom kann jedoch aufgrund fehlender Stromtrassen nicht oder nur ungenügend nach Süddeutschland transportiert werden.

Diese in Deutschland geplanten Phasenschiebertransformatoren, kurz PST, sollen also die Einspeisemengen in die Nachbarstaaten besser regulieren. Die Überkapazitäten gefährden nicht nur die Stromnetze der Nachbarländer, sondern beeinflussen auch den internationalen Stromhandel negativ. Die Kapazität der deutschen Übertragungsnetze ist seit dem Ökostrom-Boom permanent stark belastet. Einen Ökostrom Vergleich kann hier einfach durchgeführt werden.