Die Wahl des Anbieters für das eigene Mobiltelefon ist für viele Menschen relativ uninteressant. Die Verträge sind im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten sehr günstig und bieten große Daten- und Minutenpakete an. Ist das schon alles, was man beachten sollte? Bei weitem nicht – Anbieter und Verträge variieren auch heute noch stark. Dabei sollte man bei der Wahl des Handyvertrags vor allem auf den eigenen Handykonsum achten, aber auch auf das Preis-Leistungsverhältnis der Verträge. Beachtet man einige Aspekte vor dem Kauf, kann das langfristig jeden Monat Geld und Aufwand sparen.

Im EU-Ausland telefonieren

Ist man beruflich oftmals im Ausland tätig, sei es aufgrund längerer Projekte oder nur um Geschäftstreffen zu erledigen, sollte das als Faktor in die Wahl des neuen Handyvertrags einfließen. Das Telefonieren in EU-Drittländern kostete in der Vergangenheit oft ein kleines Vermögen, ist aber auch heute noch nicht gleich teuer wie das Telefonieren im Herkunftsland. Weil es auch nach der EU-Roaming Regulierung zu empfindlich höheren Handyrechnungen bei regelmäßigem Telefonieren im Ausland kommen kann, lohnt es sich einen speziellen Roaming-Vertrag einzugehen. Etwa findet man Handy Flat Angebote von smartmobil.de, bei denen man garantiert keine Zusatzkosten für das Telefonieren innerhalb der EU, Liechtenstein, Island und Norwegen hat.

Es ist fragwürdig, ob sich internationale Verträge, mit denen beispielsweise in die USA telefoniert werden kann, preislich rechnen. Die Verträge um etwa in die Vereinigten Staaten zu telefonieren sind signifikant teurer als herkömmliche Auslandstarife, mit denen man innerhalb der EU telefonieren kann. Ähnliches gilt zum Beispiel für Verträge für das Telefonieren in die Türkei. Hier kostet der Vertrag in der Regel mindestens 30-40 Euro pro Monat, wobei dann meistens eher eine geringe Anzahl an Freieinheiten verfügbar ist. Möchte man mehr in die USA oder andere Länder außerhalb der EU telefonieren, kostet das dann meistens schon mehr als 50 Euro monatlich.

Internetverbrauch am Handy

Wieviel surfen Sie tatsächlich am Mobiltelefon pro Monat? Es lohnt sich hier auf Apps zu setzen, die den Datenverbrauch messen und detaillierte Informationen zur Verfügung stellen. Anschließend erkennt man schnell, wieviel Datenvolumen man über das W-Lan bezieht und wieviel man tatsächlich in seinem Handytarif inkludiert haben sollte. Weil die Anzahl an Minuten Telefonieren und SMS schicken oftmals preislich nur noch einen geringen Unterschied macht, zahlt man bei höheren Datenpaketen oftmals einiges mehr.

Zu beachten ist dabei auch die Geschwindigkeit des Internets am Mobiltelefon. Hat man zum Beispiel eine Flatrate, bei der das Internet ab einer gewissen Menge verbrauchten Volumens gedrosselt wird, hat man für den Rest des Monats nicht mehr viel vom Flatrate-Genuss. Oftmals ist die Geschwindigkeit von Beginn an nicht die beste, was nach einer Zeit unangenehm auffällt. Man sollte sich deshalb immer nach den Megabits pro Sekunde bei der Internetgeschwindigkeit informieren. 50 mbit/Sekunde ist beispielsweise ein Wert, mit dem man problemlos Videos in Full HD ohne Verzögerung schauen kann.

Kosten bei Überschreiten der freien Einheiten

Es kann bei einem begrenzten Vertrag durch das Schauen von Filmen am Handy, Downloads und Ähnliches leicht passieren, dass man das eigene Datenvolumen überschreitet. Telefoniert man gerne viel oder setzt ganz altmodisch auf SMS statt auf WhatsApp, kann dem Nutzer leicht ein ähnliches Schicksal ereilen. Zum Glück sind die Kosten bei einer Überschreitung nicht mehr so leicht exorbitant hoch wie noch vor 15 Jahren.

Dank dem Telekomregulator können seit 2012 nur noch maximal 60 Euro für das Überschreiten der freien Einheiten in einem Monat anfallen. Der Betreiber hat jedoch unterschiedliche Möglichkeiten, wie er nach der Überschreitung reagieren soll: Etwa kann er zum Beispiel den Datendienst einfach sperren lassen, bis die nächsten Einheiten etwa Anfang des Monats erscheinen. Oder aber er kann die Internetgeschwindigkeit bei einer Überschreitung drosseln. Die maximale Gebühr dafür darf jedoch nur 60 Euro betragen. Darüber muss er den Kunden jedoch verpflichtend via SMS informieren. Gleichzeitig muss er entweder sofort bei Auslaufen der freien Einheiten darüber per SMS berichten, oder aber bei 30 Euro an Serviceentgelten für die Überschreitung.

Sucht man zum Beispiel für die eigenen Kinder einen Handytarif, macht es Sinn auf einen Anbieter mit SMS-Warnung bei der Überschreitung der verfügbaren Einheiten zu setzen, nicht erst bei 30 Euro fälligen Gebühren. Vorteilhaft ist jedoch auf jeden Fall, dass es nicht wie früher zu monströsen Handyrechnungen bei zu viel Telefonieren und Surfen kommen kann.

Gebühren für die Anmeldung

Die Einrichtung des neuen Handyvertrags ist meistens nicht kostenlos. Die überwiegende Mehrheit an Handyanbietern verlangt etwa 10 bis 30 Euro Einrichtungsgebühr. Es gibt jedoch auch Anbieter, die Kunden hohe Einrichtungsgebühren von bis zu 100 Euro in den sonst vermeintlich günstigen Vertrag hineinschmuggeln möchten. Das Kleingedruckte zu lesen kann hier teures Geld und viel Nerven ersparen. Ebenfalls anzumerken ist, dass sich oft eine Servicepauschale zu den Fixkosten mischt, die man zuvor nicht bemerkt hat. Beträgt diese 20 Euro pro Jahr, ist das natürlich verkraftbar. Manche Anbieter verlangen jedoch signifikant mehr, was unangenehm überraschend sein kann.

Der Vertrag mit kostenlosem Handy

Ein neues Smartphone um nur einen Euro mit Vertrag – was oft verlockend klingt, sollte sich in Ruhe überlegt werden. Denn die Verträge für die kostenlosen Handys haben es oftmals in sich. Verlangt wird dann oft 30 Euro oder mehr pro Monat, für eine Leistung, die man sonst für etwa 10 erhalten würde. Weil der Vertrag über längere Zeit gebunden ist, macht die Firma garantiert einen Mehrgewinn. Bei 30 Euro Fixkosten für Einheiten, die man sonst für 10 Euro pro Monat haben könnte, wären das nach zwei Jahren 480 Euro an zusätzlichen Zahlungen. Eine Summe Geld, für die man sich die meisten Smartphones am Markt locker leisten könnte. Möchte man jedoch das modernste Handy, dafür aber über die nächsten ein bis drei Jahre zahlen, kann ein derartiger Handyvertrag für den Verbraucher Sinn machen.

Möchte man aber insgesamt möglichst wenig zahlen, kann ein Vertrag ohne Bindung und ohne zusätzliches Mobiltelefon vergünstigt oder kostenlos die beste Option sein. Hier hat man nämlich nicht nur einen auf die tatsächlichen freien Einheiten pro Monat zugeschnittenen Vertrag, sondern kann auch jederzeit auf einen anderen umspringen. Das kann beispielsweise bei günstigeren Angeboten oder einer Änderung des eigenen Handykonsums Sinn machen.