Hat man ein Wertpapierdepot bei einem Institut, das im Zuge der Verwaltung hohe Gebühren verlangt, so werden die Gewinne Stück für Stück aufgefressen. Wer sich für einen kostengünstigeren Anbieter entscheidet, der kann extrem viel Geld sparen – schlussendlich können sich die Ausgabeaufschläge für Investmentmonds oder auch die Transaktionsgebühren für Börsengeschäfte verringern, wobei auch die Möglichkeit besteht, dass die Depotgebühren zur Gänze wegfallen können. Grundsätzlich gilt: Die Bank, bei der man beispielsweise sein Girokonto hat, ist in der Regel teurer als spezialisierte Anbieter.

Wer also ein Depot besitzt, sollte zuerst einmal die bestehenden Konditionen überprüfen und in weiterer Folge einen Vergleich durchführen – anhand der Ergebnisse kann dann entschieden werden, ob ein Depotwechsel sinnvoll wäre oder nicht.

Wann sollte man über einen Depotwechsel nachdenken?

Anleger denken dann über einen Depotwechsel nach, wenn sie zu dem Ergebnis gelangen, beim bestehenden Anbieter zu hohe Gebühren bezahlen zu müssen. Wer sein Depot bei einer Filialbank hat, muss in der Regel eine Depotgebühr entrichten – eine Direktbank verzichtet jedoch auf eine derartige Gebühr. Auch die Ordergebühren können niedriger ausfallen, wenn man sich für die Depotverwaltung bei einer Direktbank entscheidet.

Im Zuge des Depotumzugs geht es aber nicht nur um die Gebühren – auch die Benutzerfreundlichkeit spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer nämlich heute sein Geld in Aktien anlegt, der macht das online – die Handelssoftware und die Webseite müssen daher benutzerfreundlich sein. Von Vorteil ist natürlich auch eine App für Tablet oder Smartphone, um auch unterwegs einen Blick auf die Wertentwicklung werfen zu können. Vor allem dann, wenn es um spezielle Strategien (Trading Scalping, automatisches trading und dergleichen) geht, ist es wichtig, immer wieder die Entwicklung der einzelnen Positionen zu überprüfen.

Welche Gebühren fallen an?

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird: Ist der Depotwechsel gebührenpflichtig? In der Regel ist ein Depotwechsel kostenlos – schlussendlich verlangt der neue Anbieter keinerlei Gebühr, auch der bestehende Anbieter darf keine Gebühr vorschreiben (Entscheidung des Bundesgerichtshofes). In vielen Fällen bekommt der Anleger sogar einen Bonus vom neuen Anbieter, wenn er sich für einen Depotwechsel entscheidet. Doch natürlich gibt es auch Ausnahmen: Ausländische Depotanbieter, die sich nicht an die deutsche Rechtsprechung halten müssen, stellen oftmals eine Gebühr in Rechnung, wenn sich der Anleger für einen Depotumzug entscheidet.  Wer also ein Depot bei einem ausländischen Anbieter besitzt, sollte im Vorfeld überprüfen, ob Gebühren anfallen und wie hoch diese sein können. Befindet sich das Depot bei einem inländischen Anbieter, so fallen definitiv keine Gebühren für den Wechsel an.

Wer führt den Depotwechsel durch?

In der Regel führt der neue Anbieter den Depotwechsel durch. Im Zuge des Wechsels werden dann die Wertpapiere des aktuellen Brokers zum neuen Anbieter transferiert. Die Dauer des Depotwechsels hängt einerseits vom Depotvolumen, andererseits auch von den Wertpapieren ab. Wer ein ausländisches Depot oder exotische Aktien besitzt, der muss mitunter mehrere Wochen einplanen. Innerhalb eines Landes sollte der Depotwechsel aber binnen einer Woche abgeschlossen sein.

Zu beachten ist, dass während des Depotwechsels keine Transaktionen möglich sind – das heißt, dass der Anleger keine Chance hat, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen.

Worauf sollte man im Zuge des Depotvergleichs achten?

Wer der Meinung ist, das aktuelle Depot ist zu teuer, sollte im Vorfeld einen Vergleich durchführen. Am Ende sind aber nicht nur die Kosten entscheidend – der Kunde sollte auch auf das Handelsangebot achten.

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