Für ein neues Auto, Elektronikgeräte oder eine Reise. Für eine Aus- oder Weiterbildung, eine Wohnung, Renovierungsarbeiten oder für die Umschuldung ein bereits aufgenommenes Darlehen – die Deutschen nehmen aus ganz unterschiedlichen Gründen einen Kredit auf. Interessant ist, dass darunter Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und mit unterschiedlichsten finanziellen Hintergründen sind.

Ob eine Person einen Kredit jedoch ausgezahlt bekommt, hängt unter anderem von der jeweiligen Bank und deren individuellen Anforderungen ab. Darüber hinaus können die Kreditkosten wie beispielsweise die anfallenden Zinsen von Kreditnehmer zu Kreditnehmer unterschiedlich hoch ausfallen. Dies ist unter anderem abhängig von der beruflichen Tätigkeit eines Kreditnehmers. Schließlich sind manche Berufsgruppen finanziell weniger gut aufgestellt als andere. Somit entsteht bei manchen Kreditnehmern ein größeres Risiko für die Bank als bei anderen, die ein deutlich höheres Einkommen vorweisen können. Gruppen, bei denen es solche Besonderheiten zu beachten gibt, sind vor allem Rentner, Beamten, Studenten und Freiberufler bzw. Selbstständige.

Rentner

Ein geregeltes Einkommen ist bei den meisten Banken Voraussetzung, um einen Kredit beantragen zu können. Da auch die Rente als Einkommen gewertet wird, haben Rentner somit in der Regel gute Chancen auf eine positive Bonität und schließlich auch darauf, einen Kredit zu erhalten.

Der regelmäßige Zahlungseingang ist durch die Rente gesichert und Zahlungsausfälle durch beispielsweise einen Jobverlust müssen nicht befürchtet werden. Es ist lediglich wichtig, wie auch in jedem anderen Fall, dass die Kreditsumme an die Höhe des Einkommens bzw. der Rente angepasst ist. Auf der anderen Seite besteht bei älteren Menschen ein durch Versterben bedingtes Ausfallrisiko. Aus diesem Grund gibt es bei manchen Banken eine Altersbeschränkung für die Kreditaufnahme.

Beamte

Beamte sind meist sehr beliebte Kunden von Banken. Sie verfügen über ein regelmäßiges Einkommen, welches zudem verhältnismäßig hoch ausfällt. Auch die Tatsache, dass Beamten nicht kündbar sind, bedeutet für die Bank eine große Sicherheit. Dementsprechend erhalten Beamte Kredite oft zu sehr guten Konditionen und müssen nur geringe Zinsen zahlen. Auch für Angestellte, die im öffentlichen Dienst arbeiten, gelten häufig ähnlich gute Bedingungen.

Studenten

Im Vergleich zu Beamten oder Angestellten im Allgemeinen, haben Studenten meist ein geringes Einkommen. Möchten Studenten dennoch einen Kredit aufnehmen, ist für sie ein Studentenkredit häufig eine gute Option. Ein solcher Kredit berücksichtigt nämlich die finanzielle Situation der Studenten. Zudem kann es sich für Studenten lohnen, einen Kredit von einer Privatperson zu erhalten. Die Kriterien für Kreditnehmer sind hierbei oft weniger streng als bei Banken.

Selbstständige & Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler haben es oft schwerer an einen Kredit zu kommen. Sie können schließlich kein regelmäßiges Einkommen vorweisen. Demnach ist das Risiko für die Bank deutlich höher, wenn sie einer selbstständigen oder freiberuflich tätigen Person einen Kredit auszahlt. Die Zinskosten fallen dann entsprechend hoch aus.

Eine mögliche Lösung hierfür kann sein, der Bank Sicherheiten zu bieten. Dies kann beispielsweise in Form einer Immobilie, Sparanlage oder Lebensversicherung geschehen.

Was bedeutet das für Sie?

Damit Sie, egal welcher Beschäftigung Sie nachgehen, einen Kredit finden, der an Ihre finanzielle Situation angepasst ist, können Sie am besten verschiedene Kredite im direkten Vergleich betrachten, um anschließend den für Sie passenden auszuwählen. Zudem kann es in keinem Fall schaden, der Bank so viele Sicherheiten wie möglich vorzulegen. Je mehr Sicherheiten eine Person vorweisen kann, desto bessere Konditionen können angeboten werden.

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